Risiken

Kryptowährungen bieten die Möglichkeit viel Geld zu verdienen. Dabei sollten aber nie, wirklich niemals, die Risiken außer acht gelassen werden. Wir sind alle Menschen und Menschen entscheiden nun einmal emotional. Begriffe wie FOMO (Fear Of Missing Out, also die Angst etwas zu verpassen) treibt uns oft an viel Geld ohne große Überlegungen zu investieren. Dabei kann das Geld schneller weg sein als man denkt wenn man übereilig handelt! Wir haben euch hier die größten Risiken von Bitcoin & Co. aufgeführt und auch Tipps um sie zu minimieren.

Würfel die folgende Wörter zeigen: PROFIT (Profit), LOSS (Verlust) und RISK (Risiko / Risiken)
Quelle: Pixabay

Die größten Risiken für Bitcoin & Co.

Regierungen wollen die Kontrolle

Die größte Gefahr sind Regierungen. Die Blockchain-Technologie und Kryptowährungen haben die Chance Banken und viele andere Institutionen abzulösen. Der Regierung wird hier also Macht entzogen und wer will das schon? Ich bin daher fest davon überzeugt, dass in naher Zukunft bestimmte Vorschriften für Kryptowährungen kommen werden. Nicht, dass das grundsätzlich was negatives ist. Eher im Gegenteil, einige Regelungen würden diesem Markt sogar gut tun und Betrüger abschrecken, dazu aber später mehr.

Die Gefahr ist, dass die Regierungen die Kryptowährungen komplett verbieten wollen, soweit das überhaupt möglich ist. Durch die Anonymität wird es illegalen Machenschaften leicht gemacht Geld zu waschen. Das ist natürlich nicht im Sinn von Regierungen. Sie könnten eine eigene Währung – bspw. den Kryptoeuro – erzeugen, der aber nicht anonym ist. Und nur dieser wird zum offiziellen Zahlungsmittel anerkannt. Das wäre ein harter Schlag für bisherige Kryptowährungen. Die Frage ist allerdings ob das überhaupt so durchführbar ist und wie lange so etwas dauern wird?

Hacks oder Bugs

Ethereum hat es bereits vorgemacht wie es nicht gehen sollte. Wobei ich hier direkt eingreifen muss um klarzustellen, dass Etherum selbst nie das Ziel eines erfolgreichen Hacker Angriffs geworden ist. Es wurden lediglich immer Drittanbieter gehackt, die auf das Ethereum Netzwerk aufbauen! Durch eine Schwachstelle im Code konnten Ether im Wert von etwas 50 Mio. € gestohlen werden. Dieser DAO-Hack wurde zwar rückgängig gemacht, weshalb es jetzt auch Etherum Classic und Ethereum gibt. (Wie es möglich ist sowas rückgängig zu machen und die verbundenen Bedenken wirst du später noch kennen lernen)

Ein weiteren Bug betraf das Parity Wallet. Eine bestimmte Geldbörse für Ethereum. Hacker schafften es die Kontrolle über Konten zu übernehmen und Ether im Wert von 30 Mio. $ zu stehlen. Weitere Infos findest du hier. Dasselbe Wallet wurde dann vor kurzem wieder Opfer einer, anscheinend eher ungewollten, Attacke bei dem geschätzt 150.000.000$ an Ether eingefroren wurden. Diese sind also nicht mehr zugänglich. Hier ein YouTube-Video von Crypt0 der den Hack schön erklärt (1:05).

Technische Herausforderungen (Skalierbarkeit)

Bitcoin kann derzeit etwa 5 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten. Bei Ethereum sind es 15-30 Transaktionen. Vergleicht man diese Zahlen mit denen von Visa oder MasterCard, welche bei etwa 20.000 Transaktionen pro Sekunde liegen, liegt man noch sehr weit darunter. Es besteht die Gefahr, dass vor allem die Big Player unter den Kryptowährungen nicht mit der schnell wachsenden Anzahl an neuer Nutzer mitwachsen können, also nicht skalierbar sind. Neuere Kryptowährungen haben dieses Problem bereits erkannt und auch behoben. Aber auch für Bitcoin und Ethereum gibt es mit dem Lightning- bzw. Raiden-Netzwerk Ansätze um die Skalierbarkeit zu verbessern.

Betrüger

Da dieses Thema so wichtig ist und wir dich schützen wollen haben wir hierfür eine eigene Seite „Achtung Krypto-Betrüger“ eingerichtet, welche regelmäßig aktualisiert wird.

Fazit

Zunächst möchten wir dir klar machen, dass dies unsere subjektive Meinung ist. Wir von bitcoinundco.org haben alle langfristig in Kryptowährungen investiert, da wir an die Technologie glauben und nicht weil wir auf schnelles Geld aus sind. Die Risiken lassen sich gut minimieren: Betrügern kann man aus dem Weg gehen indem man sich gut genug informiert, was aber Zeit in Anspruch nimmt. Die Skalierungsprobleme werden wohl bald durch die Technologieerweiterung gelöst und aus den Ethereum Hacks hat man auch gelernt. Der Code wird seit dem besser getestet bevor er ausgerollt wird, da den Entwicklern klar geworden ist, dass Fehler im Code das Ende eines Coins einläuten können. Einzig das Eingreifen der Regierung ist nicht kalkulierbar. Aber wir bezweifeln, dass es für Regierungen möglich ist Kryptowährungen zu verbieten, da diese ja dezentral sind. Um die Risiken trotzdem noch weiter zu minimieren haben wir noch ein paar Tipps für dich.

Tipps:

  • Nicht zu viel Geld investieren
    Wir haben im Schnitt nur etwa 20% unserer Spareinlagen investiert. Damit ist das Risiko überschaubarer. Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten und Bitcoin & Co. nichts mehr wert sein verlieren wir nicht alles Geld.
  • Diversifikation
    Investiere in unterschiedliche Kryptowährungen. Ein Tisch steht besser auf vier Beinen als auf einem. Ist eine Währung kein Erfolg verlierst du nicht deine komplette Investition.
  • Setzt euch mit den Währungen auseinander
    Investiere nicht blind nur weil beispielsweise der Kurs einer Währung gerade nach oben schnellt, sondern investiere nur in Projekte in die du vertrauen hast, Projekte in denen du eine Zukunft siehst. Setzen sich solche Projekte durch steigt der Kurs automatisch mit.

Du kennst nun die größten Risiken und hast dir hoffentlich eine eigene Meinung über Bitcoin und Co gemacht. Falls du investieren willst zeigen wir dir wo du Kryptowährungen kaufen kannst.

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